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Die DHU ist ein Projekt der
Fachhochschule Ulm, der
Universität Ulm und des
Zentrums für Sonnenenergie
und Wasserstoffforschung
und wird unterstützt durch
die Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm
und das Donaubüro Ulm.



Alles im Fluß –
Energieeffizienz ohne Klimabelastung

Wasserkraft an Donau und Iller
Die Region Ulm, an Donau, Iller und Blau gelegen, bietet günstige Voraussetzungen zur Nutzung der Wasserkraft. Schon die Vorfahren wussten sie zu nutzen. Bereits in früheren Jahrhunderten waren eine Vielzahl von Wassermühlen an Donau, Iller und Blau in Betrieb. Im 19ten Jahrhundert ermöglichten sie die Ansiedlung verschiedener Gewerbe wie zum Beispiel der Textil- oder auch der Metallindustrie, die ebenfalls die Wasserkraft nutzten – Wasserkraft als Standortvorteil!

Wasserkraftwerk an der Donau

Am Ende des 19ten Jahrhunderts begann die Elektrifizierung, bei der die Wasserkraft ebenfalls wieder eine wichtige Grundlage lieferte. Als in Ulm eine Stromversorgung für den Betrieb der neu errichteten Straßenbahn aufgebaut werden sollte, war zunächst vorgesehen, eine Wassermühle am Illerkanal in Illerzell zur Stromerzeugung aufzurüsten und den Strom mit einem Kabel nach Ulm zu leiten. Der Bau der Leitung verzögerte sich, sodass zunächst ein Dampfkraftwerk gebaut wurde. Noch bis weit ins 20. Jahrhundert setzte Ulm auf den Ausbau der Wasserkraft, sodass die im Laufe der Jahre an Donau und Illerkanal errichteten Wasserkraftwerke einen wesentlichen Beitrag zur Stromversorgung Ulms lieferten.

Wasserkraft – Ulms wichtigste Quelle für Strom aus erneuerbaren Energien
Als 1953 das bislang größte Wasserkraftwerk in Ulm in Betrieb ging, konnten mit der Wasserkraft noch rund zwei Drittel des damaligen Stromverbrauches gedeckt werden. Mit dem Wirtschaftswachstum der folgenden Jahre stieg auch der Stromverbrauch drastisch, so dass heute noch rund 10 Prozent des Strombedarfes im Netzgebiet der Stadtwerke Ulm (SWU) mit der umweltfreundlichen Wasserkraft gedeckt werden. Damit ist sie mit Abstand die wichtigste Quelle für Strom aus erneuerbaren Energien in der Ulmer Region. Die SWU haben derzeit sieben Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 16 MW in Betrieb, die jährlich rund 100 Mio kWh Strom absolut emissionsfrei produzieren.

Geplantes Wasserkraftwerk an der Iller


Weiterer Ausbau der Wasserkraft
in der Region Ulm

Die SWU sieht sich einer nachhaltigen Bereitstellung von Energie verpflichtet und setzt auf den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Wasserkraft. Zwei weitere Wasserkraftwerke, eines mit drei MW Leistung an der Iller und ein weiteres mit rund zwei MW an der Donau sind in der Planung. Damit kann die umweltfreundliche Erzeugung aus Wasserkraft bei den SWU um etwa ein Viertel gesteigert werden. Das geplante Kraftwerkprojekt an der Iller zeichnet sich durch eine Besonderheit aus. Die Zuleitung des Triebwassers erfolgt durch den bestehenden Illerkanal, sodass kein Aufstau der Iller am Kraftwerk notwendig ist. Die Durchgängigkeit der Iller für Fische bleibt somit unbeeinträchtigt erhalten. Der Stromertrag aus den bestehenden Kraftwerken soll soweit möglich durch eine Erhöhung des Stauziels optimiert werden.





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Ansprechpartner: Prof. Gerd Heilscher