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Die DHU ist ein Projekt der
Fachhochschule Ulm, der
Universität Ulm und des
Zentrums für Sonnenenergie
und Wasserstoffforschung
und wird unterstützt durch
die Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm
und das Donaubüro Ulm.



Ulm verfügt über ein umfassendes und in Deutschland einmaliges know-how im Bereich nachhaltiger Energieversorgung.

Stand der regenerativen Energien und Brennstoffzellen in Ulm

Mit Ausnahme der Windenergie kann Ulm auf allen anderen heute aktuellen Gebieten der Energieerzeugung und -nutzung nicht nur erhebliche Kompetenzen in Forschung und Entwicklung, sondern auch realisierte Beiträge zu seiner eigenen Energieversorgung vorweisen.

Bei der Nutzung solarer Strahlung belegt Ulm in der Solarbundesliga (Endstand 2003/2004)) mit über 6000 Quadratmeter Kollektorfläche und 2.311 KWp Photovoltaik Nennleistung bezogen auf die Einwohnerzahl knapp hinter Freiburg den 2.Platz unter allen deutschen Großstädten.

Die Stromerzeugung aus Wasserkraft an der Donau und ihren Nebenflüssen deckt mit rund 100 Millionen kWh rund 10 Prozent des Strombedarfs im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Ulm /Neu-Ulm.(ø BRD: ca.4 Prozent). Biomasse wird dezentral bevorzugt im privaten Bereich in Form von Scheitholz und Holzpellets zur Wärmeversorgung eingesetzt. Seit dem Sommer 2004 ist ein großes Biomasse-Heizkraftwerk in Betrieb, wobei jährlich 140.000 Tonnen Holzhackschnitzel aus der Region verwertet werden.

Die Nutzung oberflächennaher Geothermie hat in Verbindung mit dem Niedrigenergiehausund Passivhaus-Standard einen erheblichen Anwendungsschub erhalten. Sowohl bei Wohngebäuden als auch im gewerblichen Bereich werden vor allem Erdwärmesonden (bis 100 m Tiefe) zur Wärmeversorgung und zur Kühlung von Gebäuden eingesetzt; häufig in Verbindung mit Wärmepumpen und/oder thermischer Bauteilaktivierung. Im Bereich Passivhaus nimmt Ulm mit derzeit ca. 200 Wohneinheiten (Ein- und Mehrfamilienhäuser) und dem weltweit größten Bürogebäude im Passivhaus-Standard ebenfalls eine Spitzenposition in Deutschland ein. Mit einem Passivhaus-Kindergarten und einem Passivhaus-Vereinsheim wird die breite Einsatzmöglichkeit demonstriert.

Die Ulm/Neu-Ulmer Region hat sich auf dem Gebiet der Brennstoffzelle innerhalb der letzten 10 Jahre zu einer führenden Region für Forschung und Entwicklung etabliert und wesentlich an der absehbaren Markteinführung dieses hocheffizienten Energiewandlers mitgewirkt.

Alle angeführten Arbeitsgebiete haben sich in dem bestehenden Netzwerk aus Hochschulen, privaten und öffentlichen Unternehmen sowie der Stadt in kurzer Zeit optimal entwickelt. Moderiert und gefördert wird diese Entwicklung durch eine große Anzahl sowohl wissenschaftlicher als auch öffentlicher Veranstaltungen, z.B. Ulmer Elektrochemische Tage (UECT), Energieforen der Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm, Stadthausveranstaltungen des Ulmer Initiativkreises nachhaltige Wirtschaftsentwicklung e.V. (unw).

Ohne vielfältige Kooperationen, vor allem aber ohne eine Vielzahl konkreter gemeinsamer Projekte von Wissenschaft, Industrie und Kommune wäre die rasante Entwicklung nicht möglich gewesen.

Anerkennung
Die in der „Klimaschutzpartnerschaft für Ulm“ zusammengefassten Aktivitäten haben bereits eine ganze Reihe von Auszeichnungen erfahren: seit ihrer Gründung führt Ulm die Solarbundesliga mit an und hat sowohl 2002 als auch 2003 den Deutschen Solarpreis von Eurosolar für Innovationen im energiesparenden Bauen und im Einsatz neuer Technologien erhalten.

Kompetenzen in Ulm:
Hochschulen, Institute, Stadtverwaltung, Wirtschaft und Bürger ziehen beim Thema Energie an einem Strang

Fachhochschule Ulm
Studienschwerpunkt Energietechnik, umfassendes Lehrangebot im gesamten Bereich Energietechnik/ Energiewirtschaft.

Universität Ulm
Zentrum für Energietechnik mit der Abteilung Energiespeicherung und Energiewandlung sowie der Abteilung Werkstoffe der Elektrotechnik. Energiemanagement in Fahrzeugen, Schiffen und Satelliten mit unterschiedlichen Erzeugungstechnologien z.B. Photovoltaik und Brennstoffzellensysteme. Konzipierung und Auslegung von hybriden Antriebssystemen mit Brennstoffzellen und mit Motor-Generator- Einheit. Grundlagenforschung zum Thema Brennstoffzelle.

Zentrum für Sonnenenergie-
und Wasserstoff-Forschung (ZSW)

Der Geschäftsbereich "Elektrochemische Energiespeicherung und -wandlung" des ZSW betreibt seit 10 Jahren industrienahe Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Brennstoffzellen mit dem Schwerpunkt Polymermembran-Brennstoffzelle.

Weiterbildungszentrum
Brennstoffzellen Ulm (WBzU)

In unmittelbarer Nachbarschaft des ZSW dient das neu eingerichtete WBzU der Weiterbildung von Handwerkern, Technikern, Ingenieuren und Wissenschaftlern. Politikern, Wirtschaft, Medien und die Öffentlichkeit können sich über die neue Technik und deren Anwendungspotenziale herstellerneutral informieren.

Steinbeis-Transferzentrum
Energietechnik Ulm (STZE)

Das seit 1988 an der Fachhochschule Ulm bestehende STZE bietet Beratung, Forschung und Entwicklung, Gutachten, Schulung und Seminare mit den Schwerpunktthemen rationelle Energieverwendung bei Gebäuden und Bauklimatik, Einsatz regenerativer Energien, Simulation und Monitoring an.

Industrie und Handwerk
Zahlreiche Unternehmen der Region beschäftigen sich partiell mit regenerativen Energien und Brennstoffzellen. Daneben gibt es eine Reihe spezialisierter Firmen, die ausschließlich auf diesen Gebieten produzieren, handeln oder im Anlagenbau tätig sind, z.B. Hersteller von Solarkollektoren und Komponenten für solarthermische Anlagen, Elektronik für Photovoltaik-Systeme mit Niederlassungen und Kooperationen weltweit.

Stadt Ulm und kommunale Unternehmen
Bereits 1991 hat sich die Stadt Ulm mit ihrem städtischen Förderprogramm der Energieeinsparung, der rationalen Energieanwendung und der Nutzung erneuerbarer Energien verschrieben. Mit dem kommunalen Energiekonzept hat der Gemeinderat 1994 den Grundstein für eine kontinuierliche, ökologische und ökonomische Energiepolitik in Ulm gelegt.

Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm
Im Jahr 1995 gründeten die Städte Ulm, Neu-Ulm sowie die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH die Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm, eine bundesweit einzigartige Institution zur Förderung einer regenerativen Energiewirtschaft.

Bevölkerung
Bei der Einführung einer nachhaltigen Energiewirtschaft ist die Beteiligung der Bevölkerung unverzichtbar. Entscheidend ist, dass aktive Gruppen und Initiativen aus der Bevölkerung die Ziele mitformulieren, selbst die neuen Wege praktizieren und für die regenerativen Energien werben. Beispielhaft wirken in Ulm
  • lokale Agenda Ulm 21
  • Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung e.V. (unw)
  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Umweltzentrum Ulm





Prittwitzstr. 10
D-89075 Ulm
info@donauhochschule-ulm.de
Ansprechpartner: Prof. Gerd Heilscher