0  

















Die DHU ist ein Projekt der
Fachhochschule Ulm, der
Universität Ulm und des
Zentrums für Sonnenenergie
und Wasserstoffforschung
und wird unterstützt durch
die Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm
und das Donaubüro Ulm.



Die stille Energie–
unerschöpflich und gefahrlos.

Durch die Vorbildfunktion der Stadt Ulm selbst, aber auch mit der Demonstration der Einsatzfähigkeit dieser innovativen Technologien und der Förderung der Markteinführung durch eine kontinuierliche Anwendung sollen möglichst optimale Rahmenbedingungen für den künftigen Einsatz regenerativer Energien geschaffen werden. Für den Einsatz von Gemeinschafts- Solaranlagen in Gebäuden der Stadt wurden im Rahmen des kommunalen Energiekonzepts jährlich 125 000 im Haushaltsplan eingesetzt.

Entwicklungen
Sinnvollerweise ist die immer gleiche Aufgabe auf immer gleiche Weise zu lösen. Das heißt, auch die Systemtechnik großer Solaranlagen muss mit der Auslieferung anschlussfertig und betriebsbereit sein, wie z.B. bei Heizkesseln, Kühlschränken oder Autos. Standardisierung und Serienfertigung können auch hier sichere Funktion und hohe Qualität bei niedrigen Kosten garantieren.
In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Ulm und dem Steinbeiss-Transferzentrum Energietechnik hat die Solarstiftung Ulm/Neu- Ulm die Entwicklung kostengünstiger, effizienter Großanlagen in städtischen Gebäuden der Ulmer Wohnungs- und Siedlungs-Ges. mbH (UWS) vorangetrieben.


Beispiele in Ulm und Neu-Ulm

Solare Nahwärmeversorgung Ulm-Jungingen
In Ulm-Jungingen wird ein Wohngebiet mit künftig 86 Wohneinheiten über ein Nahwärmenetz von einer Heizzentrale mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgt.

Im freistehenden Betriebsgebäude stehen dafür eine thermische Solaranlage, ein Blockheizkraftwerk (BHKW) und ein Gasbrennwertkessel zur Verfügung. Auf dem Dach der Zentrale sind 150 Quadratmeter Flachkollektoren mit einer Neigung von 15 Grad in südlicher Ausrichtung installiert. Die daraus gewonnene Wärme hat stets Vorrang vor der Wärme aus dem mit Erdgas betriebenen, wärmegeführten BHKW und dem Brennwertkessel. Solaranlage und BHKW arbeiten auf einen gemeinsamen Pufferspeicher (3 Behälter) mit insgesamt 6,9 Kubikmeter Inhalt. Die Temperaturen im Nahwärmenetz betragen 70 Grad Celsius für den Vorlauf und 50 Grad Celsius im Rücklauf; die maximale Speichertemperatur liegt bei 90 Grad Celsius. Die Kollektorwärmelieferung beträgt 45,6 MWh/a und vermeidet damit 10,5 t CO2/a gegenüber dem Gasbrennwertkessel.

Solare Unterstützung der Fernwärmeversorgung
Im Wohnpark Römerstraße sieht das Energieversorgungskonzept die solare Unterstützung der Fernwärmeversorgung vor. Die Kollektoren befinden sich auf den Dächern des Zentralgebäudes. Die gewonnene Solarwärme wird über das Fernwärmenetz an alle angeschlossenen Verbraucher verteilt. Vorübergehend im Fernwärmenetz auftretende solare Überschüsse werden in einem zentralen Wärmespeicher von oben eingeschichtet und wenige Stunden später verbraucht. Auch nachträglich können beliebig viele Gebäude in der dargestellten Weise mit Solaranlagen oder anderen Wärmequellen bestückt und in das System integriert werden. Als Voraussetzung dafür wird eine Solar-Vorlaufleitung zwischen Wärmequellen und Wärmespeicher als drittes Rohr in der Fernwärmetrasse verlegt.

Solare Hauswärmeversorgung
Anlagen zur solarthermischen Bereitung von Brauchwarmwasser können vor allem für den Privatmann auf dem Dach des eigenen Hauses in vielen Fällen bereits die Wirtschaftlichkeitsschwelle erreichen. Auch auf diesem Gebiet spielten die Programme der Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm zur Bewusstseinsbildung eine wichtige Rolle. In diesem Rahmen wurden für Ulmer Vereine solarthermische Anlagen finanziert und so für eine breite Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Ebenso wie die Photovoltaik initiierte auch die Solarthermie eine Reihe von unternehmerischen Aktivitäten: Ein Ulmer Wohnungsbauunternehmen investierte in Gemeinschaftsanlagen auf den Dächern seiner Wohnhäuser und bot damit einem aus der Fachhochschule Ulm entstandenen Unternehmen mit einem von ihm entwickelten standardisierten Verteil- und Steuerungszentrum für große Mehrfamiliensolaranlagen erste Anwendungsmöglichkeiten. Ein weiteres Ulmer Unternehmen hat derzeit überregionale Bedeutung als Spezialunternehmen zur Fertigung von Solarflachkollektoren insbesondere für Großanlagen erlangt. Darüber hinaus ist insbesondere für Ulmer Heizungsbauunternehmen der Einbau von Solarthermieanlagen zu einem attraktiven Geschäftsfeld geworden.

Solare Stromversorgung
Photovoltaik, die direkte Umwandlung von Licht in elektrische Energie, zeichnet sich durch extreme hohe Flexibilität im Art und Umfang des praktischen Einsatzes aus. Die Anwendung reicht vom Kleinstbereich zur Versorgung von Uhren und anderen Kleinbereichen bis zur Megawatt- Anlage zur Netzeinspeisung. Engagement der Bürger für den Einsatz von Photovoltaik zur Netzeinspeisung wurde zum einen durch das Programm „Glücklicher Strom“ der Stadtwerke Ulm gefördert, das Bürgern die Möglichkeit anbietet, über einen erhöhten Strompreis den Aufbau von Photovoltaikanlagen im Bereich der Stadtwerke Ulm zu fördern. Zum anderen konnten Bürger sich an Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen direkt beteiligen. Hier ergänzten sich bürgerliches Engagement und die Strategie eines Ulmer Unternehmens, das sich auf die Auslegung, den Aufbau und die Finanzierung von Photovoltaikanlagen spezialisiert hat.


Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Messe Ulm

Eine große Zahl Ulmer Bürger investierte darüber hinaus in eigene Anlagen auf den Dächern ihre Privathäuser. Neben dem genannten Ulmer Photovoltaik-Unternehmen und für den Aufbau von privaten Photovoltaikanlagen qualifizierten Elektrohandwerksbetrieben entstanden in Ulm zwei weitere auf Photovoltaik spezialisierte Unternehmen: ein Unternehmen zur Auslegung und Konstruktion von photovoltaikbetriebenen Kleingeräten und ein weltweit agierendes Unternehmen für Bau und Vermarktung von dezentralen Stromversorgungslangen für Entwicklungs – und Schwellenländer. Begleitet wurden all diese Aktivitäten vom Programm zur Bewusstseinsbildung für Solarenergie der Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm: In diesem Rahmen wurden z.B. alle Ulmer Schulen mit Photovoltaikanlagen und den dazugehörigen Mess- und Auswertesystemen ausgerüstet.





Prittwitzstr. 10
D-89075 Ulm
info@donauhochschule-ulm.de
Ansprechpartner: Prof. Gerd Heilscher