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Die DHU ist ein Projekt der
Fachhochschule Ulm, der
Universität Ulm und des
Zentrums für Sonnenenergie
und Wasserstoffforschung
und wird unterstützt durch
die Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm
und das Donaubüro Ulm.



Brennstoffzelle Von der Energiewandlung zur Lebensveränderung.
Brennstofzellen-Kompetenz in Ulm

Die Brennstoffzelle ist eine Technologie, über die der amerikanische Zukunftsforscher Paul Saffo, Direktor des Institute for the Future in Menlo Park, Kalifornien, sagte:

„Neben dem Computer wird vor allem die Brennstoffzelle das Zusammenleben der Menschen verändern.“

Was verbirgt sich hinter dieser revolutionären Aussage?

Im Bereich der Energieversorgung werden wir mit dramatischen Herausforderungen konfrontiert: Das bislang reichlich sprudelnde Erdöl, das den Großteil unserer heutigen Mobilität ermöglicht, wird immer knapper im global steigenden Bedarf und auch immer aufwändiger zu fördern und zu reinigen. Die mit der zunehmenden Verbrennung der fossilen Energien verbundenen CO2-Emissionen führen zu Klimaänderungen mit oft katastrophalen Folgen. Hinzu kommt eine steigende Luftverschmutzung in Ballungsgebieten durch Partikel-, Stickoxid- und andere Schadstoffemissionen.


Weiterbildungszentrum Brennstoffzellen Ulm (WBZU)


Brennstoffzellen-Hausenergieanlage an der Fachhochschule Ulm

Brennstoffzellen wandeln Brennstoffe mit sehr hohem Wirkungsgrad in elektrische Energie um. Damit können sowohl die begrenzten fossilen Ressourcen als auch die noch teuren regenerativen Energieträger sehr viel effizienter genutzt werden als mit heutigen Technologien üblich. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Energiewandlung in Brennstoffzellen keine Schadstoffe erzeugt und damit z. B. die Fortbewegung in Brennstoffzellenautos völlig emissionsfrei wird.

Basierend auf den Brennstoffzellen- Fahrzeugprojekten am DaimlerChrysler- Forschungszentrum und den Entwicklungsarbeiten am Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung (ZSW) hat sich die Region Ulm/Neu-Ulm in den letzten 10 Jahren zu einer der bedeutendsten Regionen auf dem Gebiet der Brennstoffzelle in Europa entwickelt.

Wissenschaftlich-technische Zentren

Die Universität Ulm
Die Universität Ulm bietet mit einer Vielzahl von Abteilungen zu Werkstoffwissenschaft, Oberflächenchemie, Katalyse und Elektrochemie in der Fakultät für Natur wissenschaften und den Abteilungen Energiewandlung und -Speicherung und Materialien der Elektrotechnik und Mess- und Regeltechnik in der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät eine äußerst breite Grundlagenforschung an, die sich in vielen Brennstoffzellen-Projekten niederschlägt. Daneben werden vor allem im Bereich der Energietechnik Studenten mit der Brennstoffzellentechnologie in Vorlesungen und Praktika mit Brennstoffzellenversuchsanlagen im kW-Bereich vertraut gemacht.
Fachhochschule Ulm
Die Bereiche Anwendung, systematische technische Einbindung von Brennstoffzellen und Optimierung werden an der Fachhochschule Ulm bearbeitet. In speziellen Vorlesungen und Übungen werden die Studenten auf die anwendungsnahen Aspekte des Einsatzes von Brennstoffzellen vorbereitet. Dafür steht ihnen eine an Fachhochschulen und Universitäten einmalige Anlage, eine erdgasbetriebene 5 kW PEM-Brennstoffzellen- Hausenergieanlage für die Ausbildung zur Verfügung. Hinzu kommt eine umfassende Kompetenz zu Elektroantrieben und zur Regelungs- und Steuerungstechnik.

Industrienahe Forschung und Entwicklung

ZSW
Das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung (ZSW) auf dem Ulmer Eselsberg entwickelt seit mehr als 10 Jahren Batterien und Brennstoffzellen für alle Anwendungsbereiche. Die etwa 70 Mitarbeiter des ZSW beschäftigen sich im Auftrag von Industrieunternehmen mit allen Aspekten der Batterie- und Brennstoffzellen-Technologie, von Werkstoffen und Modellierung bis zur Qualifikation von kompletten Systemen. Neue Technologien und Materialien für künftige Produkte entstehen im Forschungsverbund mit der Universität Ulm und internationalen Partnern. Etwa 30 km westlich von Ulm betreibt das ZSW Europas größtes Solartestfeld. Hier werden neue Photovoltaik- Module auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft.

Industrieforschung
Daimler-Chrysler Forschungszentrum
Das DaimlerChrysler Forschungszentrum Ulm auf dem Oberen Eselsberg hat seit Beginn der 90er Jahre die Entwicklung der Polymermembran-Brennstoffzelle sehr weit vorangetrieben und damit die Grundlagen für das weltweit erste BZ-Fahrzeug- Entwicklungsprogramm gelegt. Auch heute sind die Forscher engagiert an der wissenschaftlich-technischen Begleitung dieses Programms und an der Vorbereitung der nächsten Fahrzeuggeneration beteiligt. Über gemeinsame Projekte wird auf die Kompetenz der anderen Ulmer wissenschaftlichen Einrichtungen zurückgegriffen.

Industrie
Einer ganze Reihe von Industriefirmen aus der Region – von kleinen Start Ups bis zu internationalen Konzernen – beteiligt sich mit ihrem Know-how an der Entwicklung von Brennstoffzellenprodukten. Die Victor Reinz Dichtungs GmbH entwickelt eine Vielzahl von Komponenten für Brennstoffzellen, insbesondere für die mobile Anwendung. Das junge Ulmer Unternehmen Phocos AG ist weltweit in Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Solartechnik aktiv. Hierzu gehören auch autonome Systeme, die mit Brennstoffzellen gekoppelt werden. Die Ulmer Brennstoffzellen-Manufaktur GmbH (UBZM), ein Gemeinschafts-unternehmen der Stadtwerke Ulm und des ZSW, bietet Brennstoffzellen für Nischenmärkte im Leistungsbereich bis ca. 10 kW an. Die Firma WEH GmbH aus Illertissen hat einen internationalen Ruf für ihre Wasserstoff- Betankungssysteme erlangt. Die Handtmann Metallgusswerk GmbH aus Biberach setzt ihre Kompetenz bei der Entwicklung von kostengünstigen Brennstoffzellen-Endplatten ein. Die Firma Liebherr beschäftigt sich intensiv mit Brennstoffzellen zur Stromerzeugung in ihrem Produktportfolio.


Gebäude des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung (ZSW) in Ulm

Weiterbildungszentrum
Brennstoffzellen Ulm (WBZU)

In Ulm entstand mit finanzieller Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg (3,25 Mio. ) und des Bundes (1,5 Mio. ) in unmittelbarer Nähe zum Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) das Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm (WBZU). Träger des Zentrums ist ein gemeinnütziger Verein mit Mitgliedern aus der Industrie, dem Handwerk und der Forschung und Ausbildung. Das WBzU dient der Weiterbildung von Handwerkern, Technikern, Ingenieuren und Wissenschaftlern. Die Schulungsinhalte können an praktischen Systemen angewendet und vertieft werden. Darüber hinaus sollen die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Demonstration und Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie gebündelt und betreut werden. Das WBzU wird zu einem European FC Education and Training Center ausgebaut.

Ulmer Elektrochemische Tage (UECT)
Dieses traditionsreiche Meeting, das vorzugsweise über den Fortschritt der Brennstoffzellenentwicklung berichtet, wird gemeinschaftlich vom DaimlerChrysler Forschungszentrum Ulm, der Universität Ulm und dem ZSW Ulm international ausgerichtet. Im Jahr 2004 wurde zu den 9th UECT eingeladen. Es nahmen etwa 200 Wissenschaftler aus 18 Ländern teil. Diese Konferenz bietet eine gute Möglichkeit, die Ergebnisse der Ulmer Brennstoffzellenkompetenz der Weltöffentlichkeit vorzustellen.

Zukunft
Die Region Ulm/Neu-Ulm wird künftig ihre Kompetenzen zum Thema Brennstoffzellen noch weiter bündeln und in gemeinsamen Projekten zur Marktreife vorantreiben.





Prittwitzstr. 10
D-89075 Ulm
info@donauhochschule-ulm.de
Ansprechpartner: Prof. Gerd Heilscher