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Die DHU ist ein Projekt der
Fachhochschule Ulm, der
Universität Ulm und des
Zentrums für Sonnenenergie
und Wasserstoffforschung
und wird unterstützt durch
die Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm
und das Donaubüro Ulm.



Biomasse Umweltfreundlich, regional ausgerrichtet und zukunftsfähig.
Biomasse ist eines der Themen, mit denen sich der BioRegionUlm e.V. auseinander setzt. Der Verein hat sich die Förderung der Biotechnologie in der Region Ulm zum Ziel gesetzt. Konkret umfasst dies die Unterstützung von Biotech- Unternehmensgründungen, von Kooperationsprojekten zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, Öffentlichkeitsarbeit und Information über biotechnologische Themen und die Nachwuchsförderung in der Region zwischen Ostalb und Bodensee. Der Verein unterstützt darüber hinaus auch die Profilierung der Region im Bereich der Arzneimittelentwicklung und der Biomaterialien. In Zusammenarbeit mit der Region Augsburg wurde ein Schwerpunkt auf dem Gebiet der Umweltbiotechnologie entwickelt: In der Vergangenheit wurden biotechnische Verfahren in diesem Bereich vor allem im nachsorgenden Umweltschutzbereich eingesetzt. Biotechnische Verfahren bieten bei nachhaltigem Wirtschaften äußerst interessante Lösungsansätze. Hierzu gehört auch das Gebiet der Bioraffineriesysteme. Hinter solchen Systemen verbirgt sich eine komplexe vernetzte Technologie, welche die komplette stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe zum Ziel hat. Dies führt zu einer effizienten Nutzung nicht nur von wertgebenden Inhaltsstoffen, sondern auch von Neben- und Koppelprodukten im Prozess. Der gesamte Stoff- und Energiekreislauf soll auf diese Weise geschlossen werden, wobei der zu leistende Energieeinsatz minimiert wird. Die Anwendung von Bioraffinerie-Systemen liegt somit in der nachhaltigen Nutzung von Biomasse als Rohstoff für Produkte und Energieträger.

Biomasseheizkraftwerk
Eine Besonderheit in jeder Beziehung ist das 2004 neu in Betrieb genommene Biomasseheizkraftwerk der Fernwärme Ulm GmbH (FUG). Einmalig ist, dass ein Biomasseheizkraftwerk mit 60 MW thermischer Leistung zentral im Stadtgebiet errichtet wurde. Herausragend ist ebenfalls die ungewöhnliche Energieeffizienz der Anlage, die ausnahmslos in Kraftwärmekopplung betrieben wird. Während landauf landab die Anlagen fast ausschließlich im Bereich des gesetzlich vorgeschriebenen Wirkungsgrades von knapp 30 Prozent betrieben werden, erreicht die Ulmer Anlage einen Brennstoffausnutzungsgrad, der höher als 75 Prozent ist. Damit werden die CO2-Emissionen in Ulm mit einem Schlag um 110 000 t pro Jahr reduziert.


Biomasseheizkraftwerk

Eine weitere technische Besonderheit ist in Verbindung mit dem Betrieb des Biomasseheizkraftwerks die Installation eines 5 MW-Kälteabsorbers an der Universität Ulm. Diese 2-stufige Heißwassermaschine ist in Verbindung mit der Nutzung von Wärme aus Biomasse in dieser Dimension vermutlich einmalig in der Welt. Ein üblicher Kältekompressor wird ersetzt und reduziert die CO2-Emissionen um ca. 1200 t pro Jahr.

Zu schade zum Wegwerfen:
Müll und Biomasse als Brennstoffe. Müll ist wertvolle Heizenergie. Im Müllheizkraftwerk wird er als Brennstoff zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt. Fertige Wärme vom Hobelwerk. Beim Ulmer Hobelwerk MOCO fallen beträchtliche Mengen an Hobel- und Sägespänen an. Hier bot sich eine andere Lösung an: Das Unternehmen betreibt auf seinem Gelände eine moderne Holzverbrennungsanlage. Die im Werk nicht benötigte Wärme wird in das Fernwärmesystem eingespeist und dient u.a. zum Heizen eines benachbarten Großeinkaufszentrums.



Aufgabe eines Biomassezentrums
Das Biomassezentrum des Holzwerkes Schilling ist auf eine umweltfreundliche, regionale und zukunftsfähige Energieversorgung für zentrale Holzheizkraftwerke ausgerichtet. Biomasse wird für die thermische Verwertung in bestimmten Regionen produziert, gebündelt und logistisch organisiert. Die Lieferung von Energieholz an die Abnehmer erfolgt auf Anforderung der Betriebsgesellschaften im Rahmen des täglichen, wöchentlichen sowie monatlichen Bedarfs.



Auch die Belieferung eines Großkraftwerkes wie der FUG mit schwankendem Bedarf kann verlässlich mit Biomasse erfolgen. Das Engagement Ulms auf diesem Energiesektor wird durch eine weitere Initiative unterstrichen: Zur Nutzung von Biomasse aus bzw. in der Landwirtschaft der Region hat die Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.





Prittwitzstr. 10
D-89075 Ulm
info@donauhochschule-ulm.de
Ansprechpartner: Prof. Gerd Heilscher